Hören mit dem dritten Ohr

Assoziative Reflexionen zur inneren und äußeren Welt

Zugegebenermaßen war ich schon bei der Veröffentlichung vor einigen Tagen nicht ganz zufrieden mit meinem letzten Beitrag zu Fifty Shades of Grey. Vielleicht weil meine Identifizierung mit der weiblichen Protagonistin einerseits zu stark war und das natürlich verletzlich macht. Meine Interpretation der heißen Begegnungen zwischen Ana und Christian offenbart einen allzu zentralen Mittelpunkt meines Denkens …

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Es war ein so schöner Abend auf den Stufen des Theaters. Wie süß eine freundschaftliche Umarmung sein kann ist in all der Coronaabstandsgemengelage eine wärmende Erfahrung. Aus einem tiefen Bedürfnis heraus den anderen zu umschlingen ist etwas, was mir nicht besonders vertraut ist. Ich war lange Jahre eine Abstandsumarmerin. Körperlich nah und seelisch dabei doch …

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Mal abgesehen von wenigen Ausnahmen sind Bestseller und Blockbuster in den letzten Jahren ungerührt an mir vorbeigezogen. Naja. Ich muss wohl eher sagen, dass ich mir die überhebliche Meinung erlaubt habe, dass was allen gefällt mir mit Sicherheit nicht gefallen würde. Weshalb ich mich gar nicht erst interessiert habe. Doch mit wachsender Neugier außerhalb der …

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Es ist schwer, ehrlich über die eigenen Kinder zu sprechen. Denn über die eigenen Kinder zu sprechen könnte immer dazu führen, auch etwas über sich selbst auszusagen. Und das wird ja gemeinhin lieber vermieden. Dabei ist es natürlich nicht so, als könnte man nicht Stunden und Tage damit zubringen, sich gegenseitig Anekdoten aus dem Leben …

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„Ein Ausstieg aus dem, was alle als Welt betrachten, ein Sich-Lossagen von der sogenannten Realität, um „einen Raum von hohem symbolischen Wert zu eröffnen“ – das kann der entscheidende Schachzug sein, um die Realität zu verändern.“ (Massimo de Carolis‘ anthropologisches Paradox, zitiert in Luisa Muraro (2015). Nicht alles lässt sich lehren. Rüsselsheim: Christel Göttert Verlag.) …

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Esther Hutfless Auf den ersten Blick scheint es vielleicht nicht besonders naheliegend sich aus einer psychoanalytischen Perspektive mit dem Klimawandel zu beschäftigen. Wir haben zumeist die Vorstellung, der Klimawandel sei das „Problem“ der Natur- und technischen Wissenschaften, denen es sowohl zukommt seine Folgen abzuschätzen als auch Ansätze zu entwickeln, wie er abzumildern oder aufzuhalten sei; …

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Liebe M., als meine Familie gerade zehn Minuten zuvor die Wohnung verlassen hatte, ich mich zum ersten Mal seit geschlagenen neun Tagen im neuen Zuhause alleine wiederfand, schon vorauseilend zu fürchten begann, ob ich die vor mir liegenden Stunden wirklich so würde füllen können wie ich es die ganzen zurückliegenden Stunden ersehnt hatte. Just in …

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…beziehungsweise wann es Zeit ist, sich zu trennen, um wieder Hoffnung zu finden für das eigene Leben. Und warum manche Trennungen wiederum besser vermieden werden sollten, weil es danach auch nicht besser wird. Und der verlorene Partner die Chance fürs Leben gewesen wäre. Ein selbständiges. Das eigene. Ein etwas langatmiger Titel. Aber ich muss mich …

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Lieber L. M., Danke für deinen ellenlangen Kommentar zu meinem Text „Über Verantwortlichkeit“. Auch wenn ich deinen Hinweis darauf, dass dein Schreiben natürlich nichts Eigenkreatives deinerseits, sondern eine reaktive Auseinandersetzung mit meinem Kommentar auf deinen Kommentar zu einem wiederum vormaligen Beitrag meinerseits darstellt, verstanden habe…Sollte es deine innere Struktur nicht zu sehr unangenehm durcheinander bringen, …

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Heute morgen beim Frühstück. Als die Kinder nutellaverschmiert in alle Himmelsrichtungen verschwunden waren, bot sich eine gute Gelegenheit. Mal wieder reden. Über etwas wirklich Relevantes. Ich hatte einen spontanen Gedanken. „Sag mal, wie wäre es denn, wenn du in dieser Coronazeit einfach auf 50% reduzierst bei der Arbeit? Du kannst ja eh keine Termine an …

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