Hören mit dem dritten Ohr

Assoziative Reflexionen zur inneren und äußeren Welt

Heute ist mir diese Pandemie mal wieder zu viel geworden. Während ich mich nach der ersten Erregtheit im Frühjahr relativ schnell beruhigt hatte und im weiteren Verlauf des Jahres ein doch weitgehend normales Leben geführt habe, befinde ich mich aktuell in einem erneuten Zustand der diffusen Anspannung. Druck lastet spürbar auf meiner Brust. Das kenne …

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Meine Tochter ist 3 Jahre alt. Seit zwei Monaten erst im Kindergarten. Und rotzfrech. Sie hält sich für die Größte von allen. Gängige Äußerungen derzeit lauten wie folgt:“Ich bin schon groß.“ „Ich gehe in die erste Klasse.“ „Ich bin Schulanfängerin.“ „Ich muss jetzt noch Hausaufgaben machen.“ „Ich bin die Schnellste.“ „Ich habe gewonnen und du …

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Bis gestern war ich eine Woche  in Frankreich. Eigentlich immer, wenn ich im Ausland bin und dort nicht selbstverständlicherweise Englisch zur Verständigung gesprochen werden kann, was die einzige Fremdsprache ist, in der ich mich einigermaßen sicher fühle, begleitet mich eine Mischung aus Furcht und Scham. Furcht vor jeder kommenden  Begegnung mit Einheimischen, in der ich …

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Es ist Anfang August. Morgen fahre ich mit der Familie für eine Woche in den Urlaub. Nachdem Italien in den Pfingstferien abgeriegelt war. Verseuchtes Gebiet. Nun also spontan Frankreich. Ein kleiner vorbeihuschender Gedanke daran, dass wir in einer Woche Rückkehrer aus einem Risikogebiet sein und in Isolationshaft müssen könnten. Denn als etwas Anderes kann ich …

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Esther Hutfless Auf den ersten Blick scheint es vielleicht nicht besonders naheliegend sich aus einer psychoanalytischen Perspektive mit dem Klimawandel zu beschäftigen. Wir haben zumeist die Vorstellung, der Klimawandel sei das „Problem“ der Natur- und technischen Wissenschaften, denen es sowohl zukommt seine Folgen abzuschätzen als auch Ansätze zu entwickeln, wie er abzumildern oder aufzuhalten sei; …

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neben allen assoziativen Reflexionen erlaube ich mir einen etwas anderen Post. Er soll Gelegenheit zum durchatmen geben und einen Moment der Zuversicht und Kontemplation spenden. Bei meinen Recherchen zum „schwedischen Weg“ bin ich auf diesen Song gestossen, dessen Text ich hier für die geneigte Leserschaft versuchen möchte, frei ins Deutsche zu übersetzen. Vielleicht hilft er …

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Es ist schon witzig. Seit Jahren denke ich darüber nach, über ein psychoanalytisches Thema zu promovieren. Mich also über einen längeren Zeitraum mit einer spannenden Frage systematisch zu beschäftigen und nebenbei noch einen schicken Doktortitel zu erstehen. Mal davon abgesehen, dass mir mein Leben dafür eigentlich kaum Freiräume lässt und es zudem nur noch wenige …

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Schon seit Jahrzehnten gehört zu meinem Leben, mir den Tod in seinen vielfältigen Formen vorzustellen. In Kindertagen phantasierte ich beispielsweise gerne die eigene Beerdigung, wenn ich besonders wütend auf meine Eltern war. Weil ich mich ungerecht behandelt fühlte. In meinen Wünschen nicht gesehen. Enttäuscht worden war. Das Schlimmste, was ich ihnen damals in der Lage …

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Früher oder später spreche ich mit meinen depressiven Patienten über Die Unendliche Geschichte von Michael Ende. Über die Ausbreitung des Nichts in Phantasien. Die Frage, wie die Grenze zwischen der Realität und der Phantasie überschritten werden kann. Über das Wünschen als Verheißung. Das Risiko der scheinbar unbegrenzten Möglichkeiten, der Allmacht. Der Weg aus der einen …

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