Hören mit dem dritten Ohr

Assoziative Reflexionen zur inneren und äußeren Welt

Esther Hutfless Auf den ersten Blick scheint es vielleicht nicht besonders naheliegend sich aus einer psychoanalytischen Perspektive mit dem Klimawandel zu beschäftigen. Wir haben zumeist die Vorstellung, der Klimawandel sei das „Problem“ der Natur- und technischen Wissenschaften, denen es sowohl zukommt seine Folgen abzuschätzen als auch Ansätze zu entwickeln, wie er abzumildern oder aufzuhalten sei; …

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neben allen assoziativen Reflexionen erlaube ich mir einen etwas anderen Post. Er soll Gelegenheit zum durchatmen geben und einen Moment der Zuversicht und Kontemplation spenden. Bei meinen Recherchen zum „schwedischen Weg“ bin ich auf diesen Song gestossen, dessen Text ich hier für die geneigte Leserschaft versuchen möchte, frei ins Deutsche zu übersetzen. Vielleicht hilft er …

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Es ist schon witzig. Seit Jahren denke ich darüber nach, über ein psychoanalytisches Thema zu promovieren. Mich also über einen längeren Zeitraum mit einer spannenden Frage systematisch zu beschäftigen und nebenbei noch einen schicken Doktortitel zu erstehen. Mal davon abgesehen, dass mir mein Leben dafür eigentlich kaum Freiräume lässt und es zudem nur noch wenige …

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Schon seit Jahrzehnten gehört zu meinem Leben, mir den Tod in seinen vielfältigen Formen vorzustellen. In Kindertagen phantasierte ich beispielsweise gerne die eigene Beerdigung, wenn ich besonders wütend auf meine Eltern war. Weil ich mich ungerecht behandelt fühlte. In meinen Wünschen nicht gesehen. Enttäuscht worden war. Das Schlimmste, was ich ihnen damals in der Lage …

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Früher oder später spreche ich mit meinen depressiven Patienten über Die Unendliche Geschichte von Michael Ende. Über die Ausbreitung des Nichts in Phantasien. Die Frage, wie die Grenze zwischen der Realität und der Phantasie überschritten werden kann. Über das Wünschen als Verheißung. Das Risiko der scheinbar unbegrenzten Möglichkeiten, der Allmacht. Der Weg aus der einen …

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Lange Zeit waren Ausscheidungsprozesse für meine Tochter eine nebensächliche Selbstverständlichkeit. Ein Automatismus ihres Körpers, den sie nicht bemerken musste. Schließlich wurde das Ergebnis derselben auch zeitnah und ebenso nebensächlich entfernt. Wenn sie derzeit eine volle Windel hat, hüpft sie strahlend um die Ecke. „Ich habe gekackt!“ Sie hat sich ein ausgefeiltes und gleichbleibend zu praktizierendes …

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